
Die Weltkriegsbombe im Mühlenbecker Weg (L211), über deren Fund der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) die Stadt Oranienburg am Anfang dieser Woche informiert hatte, konnte am heutigen Donnerstag, den 11. Juni, erfolgreich gesprengt werden. Die Bombe lag rund 2,50 Meter unter der Oberfläche und damit nicht besonders tief. Weil deshalb keine aufwendige Grundwasserabsenkung erforderlich war, konnte die Sprengung so zeitnah erfolgen.

Bei der Bombe handelte es sich um eine 250-kg-Bombe amerikanischer Bauart, die sich wenige Meter vom Fahrbahnrand entfernt befand. Es war die 237. Bombe, die seit 1990 in Oranienburg unschädlich gemacht wurde. Rund um den Fundort der Bombe galt ein Sperrkreis, der seit dem frühen Morgen nicht betreten werden durfte. Rund 860 Personen wohnen in diesem Sperrkreis und können nun in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein Teil des Sperrkreises liegt im Stadtgebiet Hohen Neuendorf.

Ursprünglich war geplant, die Bombe zu entschärfen. Bei der Freilegung der Bombe zeigte sich aber, dass sie über einen chemischen Langzeitzünder verfügte. Deshalb wurde eine Sprengung erforderlich.


Zahlreiche Behörden und Organisationen waren rund um die Bombensprengung im Einsatz. So waren neben dem Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) unter anderem auch verschiedene Ämter der Oranienburger Stadtverwaltung, die Feuerwehr, der Landesbetrieb Straßenwesen, die Stadtwerke, die Polizei, die Bundesforst, der Landkreis Oberhavel, die Stadt Hohen Neuendorf und die OVG eingebunden.

„Mein besonderer Dank gilt dem Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, das diese anspruchsvolle Aufgabe mit großer Erfahrung und Sorgfalt durchgeführt haben“, so Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder. „Ebenso danke ich den Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung, der Feuerwehr sowie allen beteiligten Behörden und Einsatzkräften für die reibungslose Zusammenarbeit. Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Bürgerinnen und Bürgern, die die notwendigen Einschränkungen verständnisvoll mitgetragen haben. Dieses besonnene Verhalten hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Entschärfung sicher und erfolgreich durchgeführt werden konnte.Als Stadt, die bis heute in besonderem Maße mit den Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs konfrontiert ist, wissen wir, dass solche Einsätze nur gemeinsam gelingen.“

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Pressemitteilung Stadt Oranienburg 116/2026