Sperrkreis für die Bombenentschärfung in der Bachstelzenwiese steht, Havelaltarm ab 12. August gesperrt

Bombenfund in der »Bachstelzenwiese«
Sperrkreis für Entschärfung am 2. September steht, Havelaltarm ab 12. August gesperrt

Für den in der »Bachstelzenwiese« im Ortsteil Lehnitz gefundenen Bombenblindgänger steht nun der Sperrkreis für die mögliche Entschärfung am Mittwoch, den 2. September, fest. Voraussetzung ist, dass sich bei der Freilegung am Vortag, den 1. September, bestätigt, dass es sich wie erwartet um eine Bombe mit intaktem Zünder handelt.

Der Sperrkreis hat einen Radius von rund 1000 Metern rund um den Fundort der Bombe und würde am 2. September um 8 Uhr in Kraft treten. Er darf bis zum Abschluss der Bombenentschärfung nicht betreten werden. Knapp 4700 Personen leben im Bereich des Sperrkreises. Unter anderem befinden sich hier die Kita und der Hort Lehnitz, die Frieda-Glücksmann-Oberschule, das Friedrich-Wolf-Haus, eine Senioreneinrichtung für altersgerechtes Wohnen, die Gemeinschaftsunterkunft, ein Teil des Oder-Havel-Kanals, der S-Bahnhof Lehnitz sowie die Gleisanlagen zwischen S-Bahnhof Lehnitz und S-Bahnhof Borgsdorf. Ein kleinerer Teil des Sperrkreises liegt in der Gemarkung Borgsdorf.

Pflegebedürftige Personen sowie diejenigen, die Hilfe beim Verlassen des Sperrkreises benötigen, können sich ab Montag, den 10. August, mit der Stadtverwaltung unter (03301) 600 901 in Verbindung setzen.

Für Menschen, die am 2. September vom Sperrkreis betroffen sind und nicht anderweitig unterkommen können, bietet die Stadtverwaltung eine Anlaufstelle im Bürgerzentrum, Albert-Buchmann-Straße 17, an. Zusätzlich wird ein Bus-Shuttle eingerichtet, das von Lehnitz aus dorthin fährt.

Bis zur geplanten Freilegung am 2. September laufen die umfangreichen Vorarbeiten planmäßig weiter. Die Spundwände – ineinandergreifende Stahlprofile – wurden in den Boden eingebracht und bilden nun einen kastenförmigen Bereich rund um die circa sechseinhalb Meter tief liegende Bombe. Aktuell werden die Brunnen für die Wasserhaltungsanlage gebohrt, mit der vor Ort das Grundwasser innerhalb des Spundwandkastens abgesenkt werden kann. „Das ist erforderlich, um den Blindgänger sicher freilegen und dann in einer trockenen Bergegrube entschärfen zu können“, erklärt Jan Fielitz, Leiter des Amtes für Brandschutz, wo das Sachgebiet Kampfmittel angesiedelt ist. Nach jetzigem Stand startet die Grundwasserabsenkung am Mittwoch, den 12. August. Über Rohrleitungen und Rohrbrücken werden dann bis zu 700.000 Liter pro Stunde in den alten Havelaltarm geleitet. Aus dem Grund muss dieser Bereich – gelegen etwas südlich der Abzweigung des Oder-Havel-Kanals in Richtung Lehnitzsee – ab dem 12. August, 7 Uhr, bis voraussichtlich zum 11. September, 18 Uhr, für die Schifffahrt gesperrt werden.

Die vor Ort bereits errichtete Splitterschutzwand, bestehend aus 28 Überseecontainern, bleibt bestehen. Zu Fuß kann die Splitterschutzwand weiterhin passiert werden. Auch der Sperrbereich rund um den Fundort wird weiterhin aufrechterhalten und durch ein Wachschutzunternehmen rund um die Uhr kontrolliert.

Über den weiteren Ablauf am 2. September sowie die Einschränkungen im Bahnverkehr wird die Stadt Oranienburg rechtzeitig informieren.

Quelle: Stadt Oranienburg, PM 155/2026, Foto: Aktuelle Aufnahme von der Räumstelle (Copyright: Stadt Oranienburg/Kerstin Klaus)