Oranienburg / Lehnitz: Neue Tempo-30-Abschnitte

Die Stadt Oranienburg informiert (Pressemitteilung 198/2026):

Mehr Sicherheit an sensiblen Orten – Neue Tempo-30-Abschnitte auf Hauptverkehrsstraßen

Weniger Lärm, weniger Abgase, aber vor allem: mehr Sicherheit. Auf mehreren Hauptverkehrsstraßen in Oranienburg wird die abschnittsweise schon bestehende Tempo-30-Regelung ausgeweitet. Die entsprechenden Anordnungen der zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oberhavel liegen vor und werden nun umgesetzt.

In der Saarlandstraße gilt künftig zwischen dem Kreisverkehr und der Kita Tempo 30. In der Friedrich-Wolf-Straße wird zwischen Gutsplatz und Rondell auf einer bestehenden Tempo-30-Strecke gleichfalls eine Lücke geschlossen. In der André-Pican-Straße wird der Bereich zwischen der TURM ErlebnisCity und der Heidelberger Straße im Zusammenhang mit dem dortigen Fußgängerüberweg und der Kreismusikschule auf Tempo 30 begrenzt. Außerdem wird der Tempo-30-Bereich im Aderluch, bedingt durch die Lage der Caritas-Werkstatt, in Richtung Norden erweitert.

Tempo 30 Höhe Bahnunterführung Lehnitz

Es handelt sich dabei nicht um klassische Tempo-30-Zonen, wie sie in Wohngebieten angeordnet werden. „Vielmehr geht es um Tempolimits auf einzelnen Abschnitten von Hauptstraßen zugunsten der Verkehrssicherheit“, erklärt Sven Dehler vom Stadtplanungsamt. Durch die 2024 in Kraft getretene Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung ist es möglich, nicht nur an Schulen, Kitas und Altenheimen Tempo-30-Limits auszuweisen, sondern nunmehr auch an schutzbedürftigen Orten wie Spielplätzen, Fußgängerüberwegen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Auch der Lückenschluss zwischen bestehenden Tempo-30-Strecken ist inzwischen auf einer Länge von bis zu 500 Metern möglich. Gerade dort, wo beispielsweise viele Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen unterwegs sind, kann eine reduzierte Geschwindigkeit zu mehr Sicherheit beitragen. Gleichzeitig geht es nicht um eine pauschale Ausweitung von Tempo 30, sondern um gezielte Maßnahmen an den Stellen, wo es sinnvoll ist.

Die Stadt Oranienburg hat die erweiterten Möglichkeiten der Straßenverkehrsordnung genutzt und dem Landkreis im Herbst 2025 verschiedene Abschnitte im Hauptverkehrsstraßennetz zur Prüfung vorgeschlagen, nachdem dieser die kreisangehörigen Städte dazu aufgefordert hatte. Grundlage dafür waren unter anderem bereits bestehende Empfehlungen aus dem Verkehrsentwicklungsplan sowie Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung. Seit 2021 ist Oranienburg Mitglied der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten (Tempo 30)“. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass Tempo 30 einfacher, auch an Hauptstraßen und sogar flächendeckend angeordnet werden kann. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich im Rahmen der verkehrspolitischen Leitlinien zwischenzeitlich zwar auf eine Regelgeschwindigkeit von Tempo 50 auf Hauptverkehrsstraßen verständigt, gleichzeitig aber auch gefordert, dass diese konsequent an der Verkehrssicherheit auszurichten seien.

Mit den ersten Anordnungen ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Weitere von der Stadt vorgeschlagene Abschnitte, die insbesondere hochfrequentierte Schulwege betreffen, befinden sich aktuell noch in Prüfung durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde.

Copyright Fotos: Stadt Oranienburg/Sven Dehler