Bombenfund in der »Bachstelzenwiese«
Splitterschutzwand steht, Anwohner können in ihre Häuser zurück
Wie bereits mitgeteilt, wurde in der Straße »Bachstelzenwiese« im Ortsteil Lehnitz ein Bombenblindgänger gefunden, der sich in der Erde unterhalb der Fahrbahn befindet. Inzwischen konnte vor Ort eine Splitterschutzwand aufgestellt werden, so dass die 27 Personen, die nahe am Fundort der Bombe leben und die Montagfrüh evakuiert werden mussten, wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

Nachdem der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) die Stadt Oranienburg am Montag, den 18.5., über den Bombenfund informiert hatte, wurde umgehend mit den Vorbereitungen begonnen, um vor Ort die Splitterschutzwand installieren zu können. So mussten unter anderem mehrere Zäune und Aufbauten zurückgebaut und entfernt werden. Auch Bäume und diverse Anpflanzungen mussten beseitigt werden. Anschließend hat eine Fachfirma die 28 Überseecontainer antransportiert und aufgestellt, so dass die Splitterschutzwand nun steht. Die untere Lage der Container ist mit Wasser befüllt.

Weiterhin bleibt rund um den Fundort der Bombe ein Sperrbereich bestehen. Die Zugänge zum gesperrten Bereich werden durch Bauzäune gesichert. Von der Stadt beauftragte Sicherheitskräfte eines Wachschutzunternehmens kontrollieren den Bereich rund um die Uhr.
Die Straße »Havelkorso« bleibt im Bereich der Hausnummern 26 bis 30 für den Fahrzeugverkehr vollgesperrt. Diese Vollsperrung wird bis zum Tag der Entschärfung bestehen bleiben. Fußläufig ist es jedoch möglich, die Splitterschutzwand zu passieren.

Die Stadt Oranienburg und der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) werden sich auf einen Zeitplan zur Freilegung der Bombe verständigen und diesen schnellstmöglich bekanntgeben. In den nächsten Tagen wird vor Ort aber bereits die Zuwegung hergestellt, damit auch alle nötigen Baufahrzeuge und Maschinen zur Räumstelle gelangen können.
Hintergrund:
Ende letzten Jahres wurde die Straße »Bachstelzenwiese« im Ortsteil Lehnitz nach Kampfmitteln abgesucht. Ein Bereich musste anschließend im März noch einmal mit dem UltraTEM®-Verfahren untersucht werden, das Genaueres über im Boden liegende Gegenstände liefern kann. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) hat der Stadt Oranienburg am heutigen Montag, den 18.5., mitgeteilt, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Bombe handelt.
Copyright Fotos: Stadt Oranienburg/Kerstin Klau, Quelle Stadt Oranienburg Pressemitteilung 98/2026